Dr. Cordula Rock

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Gemälde im Dialog

Stimmige Bilder-Paare zeigen Cordula Rock aus Holzkirchen und Hans Piotrowiak aus Kreuth in ihrer Ausstellung im Rottacher Seeforum – wie hier im Hintergrung „Berglandschaft mit See“ und „Mohnlandschaft“. Foto: Thomas Plettenberg

Rottach-Egern – Farbstarke Gemälde im Großformat sind diese Woche im Seeforum in Rottach-Egern zu sehen: Die Holzkirchnerin Cordula Rock und Hans Piotrowiak aus Kreuth zeigen dort ihre gemeinschaftliche Ausstellung „Harmonie und Energie durch Farbe“.

Vor gut zwei Jahren stellte die Holzkirchner Künstlerin Cordula Rock genau an gleicher Stelle im Seeforum aus und lernte dabei ihren Ausstellungsbesucher und Künstlerkollegen Hans Piotrowiak aus Kreuth kennen. Im Gespräch über ihre farbintensiven, abstrakten Werke stellte sich heraus, wie viel die beiden gemein haben: die promovierte Juristin, die sich in der Freiheit des abstrakten Raumes mit den unterschiedlichsten Materialien wie Mehl, Sand, Holz und Glas austobt, einerseits; der ehemalige Werbegrafiker und Agenturchef, der Seelenbewegungen dynamisch in kräftigen Farben und mit starkem Pinselstrich auf großformatige Leinwände bannt, andererseits.

 

Es sollte nicht der einzige inspirierende Dialog der beiden bleiben. Aus dem eher zufälligen Zusammentreffen entwickelte sich eine prosperierende Zusammenarbeit, die Rock und Piotrowiak jetzt mit der Ausstellung „Harmonie und Energie durch Farbe“ präsentieren. Farbe ist dabei nicht nur ein Synonym für die Kunst an sich, sondern auch tatsächlich die größte hervortretende Gemeinsamkeit und der kleinste gemeinsame Nenner.

 

Im Vorfeld der aktuellen Ausstellung haben sich die beiden Künstler gegenseitig ihre Arbeiten aus den vergangenen beiden Jahren vorgestellt und diskutiert, welche Gemälde ihrer Sammlungen miteinander in Beziehung und Dialog treten, die thematisch, vom Duktus her oder farblich korrelieren, sich eben in der Harmonie und mit der Energie finden, wie die Künstler selbst es getan haben. Und so ist die Ausstellung auch kuratiert: Es hängen immer ein Gemälde von Rock und Piotrowiak als stimmige Paare nebeneinander.

 

Etwa die meerblauen bis grünen Gemälde „Welle“ und „Ocean“, „Berglandschaft mit See“ und die „Mohnlandschaft“ oder der „Ursprung“ und das „Sternenauge“, die auf dem Ausstellungsplakat sogar zu einem Werk ineinanderlaufen. Das begeisterte Laudatorin Waltraud Heschl aus Innsbruck ganz besonders, weil es hervorragend zeige, wie Gegensätzliches, das sich gegenseitig bedinge und einen Blick in die seelische Weite und den Kosmos zulasse, vereint werden könne in visueller Lustbarkeit, Nachdenklichkeit und daraus resultierendem Nachdenken.

 

Bei der Vernissage, zu der Rottachs Dritte Bürgermeisterin Gabrielle Schultes-Jaskolla begrüßte, würdigten die beiden Künstler nicht nur ihren gegenseitigen Einfluss, sondern auch den auf andere Kunstschaffende. Der Dichter Paul Fülöp rezitierte drei Gedichte, zu denen ihn das fusionierte Ausstellungsplakat, das Gemälde „Borderline“ von Piotrowiak und das Triptychon „Spuren I, II und III“ von Rock, das danach „Glaube, Liebe, Hoffnung“ hieß, inspirierte. Dazu spielte und sang Musiker Harry Triedl seine assoziativen Kompositionen, zu denen ihn die Bilder der Werkschau anregten.

 

 

Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Harmonie und Energie durch Farbe“ von Cordula Rock und Hans Piotrowiak ist im Seeforum Rottach-Egern bis Sonntag, 9. Dezember, täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

 

 

Quellenangabe: Holzkirchner Merkur vom 04.12.2018, Seite 36