Dr. Cordula Rock

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Schöpferische Energie fließen lassen

 

Holzkirchen – Als „sinnlicher Mensch“, wie sich die Holzkirchner Malerin Cordula Rock selber bezeichnet, findet sie ihre Bilder in „Himmel, Wasser, Landschaften, Blüten, Tieren – in den Wundern der Natur.“

 

Bei der Vernissage zu ihrer Ausstellung „Sinnliche Inspirationen“ im Foyer des Kultur im Oberbräu erklärte die Künstlerin ihre Sehweise anhand ihres abstraktes Hauptwerks „Weite“. Dargestellt sei das Blau des Wassers mit aufschäumender weißer Gischt, das Schwarz der Erde, und darüber der Himmel. Rocks zweite Quelle, die Philosophie, bringt körperliche und geistige Freiheit sowie das Streben nach etwas Höherem ins Spiel. Quelle drei, der Eros, spiegelt sich in den leidenschaftlich-warmen Farben Rot und Violett.

 

Die rund zwei Dutzend weiteren, von Reinhold Schmid einfühlsam gehängten Bilder geben Rocks drei Inspirationsquellen mit unterschiedlichen Schwerpunkten wieder. Während sich die dreiteilige Serie „Landscape“ mit ihren Erdfarben ebenso wie das beeindruckende Spiel mit Blautönen in „Ocean“ oder die beiden großen kreisförmigen „Blüten“ auf Naturerleben beziehen, hat der Zyklus „Einkehr nach innen“ eher einen philosophischen Hintergrund.

Eros lässt „Im Feuer der Gefühle“ einen angedeuteten Frauenakt mit roten Wellen umfließen, in „Blendung“ zwei Frauentorsi vor viel Rot und Gold auseinanderstreben und drei „Damen in Pose“ als Konturen in einem Rosé-Umfeld schweben. Philosophisches schwingt wieder mit in den beiden Motiven aus dem „Zyklus der Liebe“ mit ihren zarten Eisblau-Tönen. Alle drei Inspirationsquellen explodieren förmlich im kraftvollen „Urspung“ mit seinen strahlenden Farbwolken vor glänzendem Schwarz.

Für die „spannenden Bilder“, wie sie Hausherrin Ingrid Huber in ihrer Begrüßung bezeichnete, verwendet die 55-jährige Holzkirchnerin verschiedenste Techniken und Materialien. Sie malt in Acryl, Öl, Gouache, Tinte, Tusche oder Kreide, verwendet Pigmente, Mehle, Sand oder auch mal Stoffrosen. Als Malgründe für die meist selbst geschöpften Farben, Lasuren und Pasten dienen nicht nur Bütten, Pergament, Papyrus, Leinwand, Metallplatten oder Acrylglas, sondern auch Span- und Pressholz-Platten sowie alte Holzstücke.

Rocks langjähriger Begleiter für Grafik und Fotografie, Robert Hebel, stellte die Künstlerin und ihren Werdegang vor, umrahmt von Musik des Gitarristen Reinhard Klamet und der Sängerin und Hackbrett-Virtuosin Johanna Betzinger. Er unterstrich dabei auch, was die Bilderpräsentation offenbart: Für Cordula Rock bedeutet ihre Kunst, schöpferische Energie fließen zu lassen.

 

GUDULA BEYSE

 

 

Die Ausstellung

mit Werken von Cordula Rock ist bis 27. Juni im Foyer der Kultur im Oberbräu zu sehen, dienstags bis sonntags von 17 bis 23 Uhr, außerdem mittwochs von 10 bis 12 Uhr und eine Stunde vor Veranstaltungen. Wann ihre Kunst heuer in Rom, Paris, Homburg/Saar und Salzburg zu sehen ist, steht unter www.cordularockart.de

 

 

Quellenangabe: Holzkirchner Merkur vom 09.05.2019, Seite 29